"Zwei Leben" (2012), eine deutsch-norwegische Koproduktion, behandelt solch ein Thema: In dem Drama, das ARTE nun wiederholt, geht es um ein sogenanntes Lebensborn-Kind, ein norwegisches Heimkind, das von einem deutschen Soldaten und einer norwegischen Mutter stammt, kurz vor Kriegsende dann von den Nazis nach Deutschland verschleppt wurde und dort ins ostdeutsche Waisenhaus kam. Mitte der 60er-Jahre aber kam die Staatssicherheit der DDR auf die Idee, nun erwachsen gewordene Heimkinder unter falscher Identität bei "ihren" norwegischen Familien einzuschleusen und ihren angeblich wahren Müttern zuzuführen. Immer wieder blendet der Regisseur Georg Maas mit wackeliger Handkamera und Unschärfen eine Gewalttat ein, die letztlich für die Schuld der Katrine Evensen steht.
Author: Wilfried Geldner
Published at: 2026-01-05 23:00:12
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