In Verbindung mit den Erfahrungen aus der Zeit des Propheten Muhammad entsteht ein Deutungsrahmen, in dem Gewalt nicht nur theologisch begründet, sondern auch historisch-praktisch verankert ist: Der Prophet war selbst an militärischen Auseinandersetzungen beteiligt oder entsandte seine Gefährten in entsprechende Konflikte. Auf der anderen Seite wird der Konflikt im iranischen Kontext religiös als Widerstand gedeutet: als Kampf gegen die „Feinde des Islam“, insbesondere die USA und Israel. Auch vergleichende Umfragen in Nato-Staaten zeigen deutliche Unterschiede: Während in Ländern mit stärker ausgeprägter aufklärerischer Bildung die Bereitschaft, für das eigene Land Krieg zu führen, teils deutlich unter 30 Prozent liegt, werden in anderen Kontexten – etwa in der Türkei – Zustimmungswerte von bis zu 80 Prozent gemessen.
Author: Ednan Aslan
Published at: 2026-04-03 14:13:01
Still want to read the full version? Full article