„Liebe ist durch alle Kulturen und Epochen wohl eine der stärksten Emotionen, die wir Menschen kennen“, sagte Michaela Mayr, die am 1. April ihr Amt als neue Generaldirektorin der Nationalbibliothek antritt, bei der Presseführung. Vom Schöpfungsmythos, bei dem etwa ein Koran aus dem 16. Jahrhundert, ein Werk Platons und Freuds „Jenseits des Lustprinzips“ als Exponate dienen, geht es über Eigenliebe und unerreichbare Liebesideale (etwa anhand von Dantes Beatrice oder der Dulcinea, die von Cervantes’ „Don Quijote“ angehimmelt wird) über Fragen von Macht („Don Juan“), Übersteigerung („Lulu“, „Werther“ u.ä.) Dass die Art der Präsentation in den alten Vitrinen und mit antiquiert wirkenden Schautafeln längst nicht mehr zeitgemäß ist, sollte der neuen ÖNB-Chefin bewusst sein, immerhin hat man mit Hörstationen und einer eigenen Station, an der Besucherinnen und Besucher selbst Liebesbotschaften gestalten und hinterlassen können, aber ein wenig Multimedialität eingebracht.
Author: ORF.at
Published at: 2026-03-19 19:00:36
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