Auf die Kritik, Trump habe mit seinem Vorgehen das Völkerrecht gebrochen, sagte Steinhöfel weiter: „Jemanden, der sich durch Terror, Folter, Mord und Kooperation mit dem internationalen Terrorismus (...) an der Macht gehalten hat, der nicht der legitime Machthaber ist, der soll jetzt unter dem Schutz des Völkerrechts stehen?“, hinterfragt der Jurist im Interview mit dem Nachrichtensender WELT. Auch wenn die strafrechtlichen Vorwürfe laut Steinhöfel „immens“ sind, sieht er weitere „weltpolitisch unglaublich positive Signale und Ergebnisse“: Zum einen sei da die Kooperation mit dem Iran, die mit dem Fall des Regimes massiv geschwächt werde. Imperialistische Ansprüche sieht er bei Trump aber nicht, auch wenn die Äußerungen zu Grönland „indiskutabel“ seien: „Ich glaube, die US-Administration hat ganz präzise Sicherheitsvorstellungen, was Grönland angeht.“ Die wolle man wahrscheinlich auf höchst unkonventionelle Weise durchsetzen und „Europa dazu bringen, dort militärisch das zu machen, was die Machtinteressen der USA und damit auch dem Westen und Europa dient, zu erzielen“.
Author: WELT
Published at: 2026-01-05 11:29:17
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