Radew ist in den vergangenen Jahren immer wieder mit Äußerungen aufgefallen, die Zweifel daran aufkommen ließen, ob er den europäischen Weg einer Unterstützung der Ukraine gegen die russische Aggression mitträgt. Oft spielte er dabei mit den Ängsten der Bevölkerung davor, in den Krieg in der Ukraine verwickelt zu werden oder durch die Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung zu verarmen. Zu einem endgültigen Bruch zwischen der Bevölkerung und „der politischen Klasse“ (der er sich offenbar auch nach fast einem Jahrzehnt als Staatspräsident nicht zugehörig fühlt), kam es laut Radew durch die Weigerung des Parlaments, seiner Forderung nach Abhaltung eines Referendums über das Datum der Euro-Einführung nachzukommen.
Author: Michael Martens, Wien
Published at: 2026-01-20 14:49:05
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