Vom «Gassenkind» zur Ikone: Eartha Kitts Leben erzählt von Verrat und Verstoss und der Fähigkeit, sich selbst zu behaupten

Vom «Gassenkind» zur Ikone: Eartha Kitts Leben erzählt von Verrat und Verstoss und der Fähigkeit, sich selbst zu behaupten


Und Kitt hatte diese Art, die Welt anzusehen, ihr Blick war nicht bittend, nicht entschuldigend, versteckte sich nicht, sondern war der Blick einer Frau, die früh gelernt hatte, dass man sich in einer feindlichen Welt nicht nur behaupten, sondern auch erfinden muss. Der amerikanische Sicherheitsapparat fand später eine andere, schmutzigere Vokabel: In den CIA-Akten kursierte die Verleumdung der «sadistischen Nymphomanin» – eine Formulierung, die nichts sagt über Kitt, aber alles über die Misogynie und den Rassismus derer, die sie niederschreiben liessen. Eine, die am Ende vielleicht genau das verkörperte, was sie einmal als Lebensgefühl formulierte: nicht «schwarz» oder «weiss», nicht drinnen oder draussen – sondern eine Person, die zu allen gehören will, gerade weil sie so oft verstossen wurde.

Author: Elena Panagiotidis (ela)


Published at: 2026-01-17 04:00:00

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