Was auch immer ernsthafte Historiker einstmals über Selenskyj und seine Bilanz als Kriegspräsident schreiben werden, wie auch immer dieser Krieg für die Ukraine ausgeht: Vier Jahre nach Beginn der "militärischen Spezialoperation", mit welcher der Kreml binnen Tagen die Kontrolle über die frühere Sowjetrepublik erlangen wollte, ist die Ukraine noch immer ein souveräner Staat. Während Moskau und seine europäischen Sprechzettel-Verleser à la AfD weiterhin versuchen, Selenskyj als Kriegstreiber darzustellen, der eine Verhandlungslösung blockiere, haben viele Menschen längst vergessen: Der Mann war im Frühjahr 2019 auch deshalb gewählt worden, weil er sich vor allem den innenpolitischen Problemen der Ukraine widmen und dafür mit Russland einen Ausgleich finden wollte. Der die Front besucht und den Austausch sucht mit allen möglichen Regierungs- und Staatschefs, um gebetsmühlenartig zu erklären, warum die Ukraine Unterstützung verdient - und Russland Schimpf, Schande, und ja, auch möglichst viele Tote.
Author: Sebastian Huld
Published at: 2026-02-24 18:53:40
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