Im vergangenen Jahr brachen Russlands Einnahmen aus dem Öl- und Gasexport ein, weil die Ölpreise auf der Welt niedrig waren und neue US-Sanktionen sowie ein schärferes Vorgehen gegen die russische Schattenflotte dazu führten, dass Russland sein Öl noch günstiger abgeben musste als andere Exporteure. Sergej Wakulenko, Experte für Russlands Öl- und Gasmarkt bei der Denkfabrik Carnegie, sagte der F.A.Z., wenn man von einem Haushaltsdefizit in Höhe von umgerechnet rund 67 Milliarden Euro in diesem Jahr ausgehe, müsste russisches Urals-Öl rund neun Monate lang um die 100 Dollar je Fass kosten, um die Lücke auszugleichen. Allerdings bringt beides viel weniger Geld ein als das Öl: Laut Daten des Centre for Research on Energy and Clean Air verdiente Russland im Dezember mit dem Rohölexport gut dreimal so viel wie mit dem Verkauf von Pipelinegas und rund viermal so viel wie mit dem LNG-Export.
Author: Katharina Wagner
Published at: 2026-03-04 17:10:26
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