Shortlist Internationaler Booker Prize: Die deutschsprachige Literatur wird global

Shortlist Internationaler Booker Prize: Die deutschsprachige Literatur wird global


Die Nominierung für Kehlmanns hierzulande 2023 veröffentlichten Roman über das Leben, die Filme und die NS-Verstrickungen des Filmregisseurs G. W. Pabst ist dabei eher keine Überraschung: „The Director“ war in der angloamerikanischen Literaturwelt nach seinem Erscheinen schon viel gelobt worden, unter anderem gehörte der Roman zu den Büchern des Jahres 2025 in der „New York Times Book Review“. Doch die Konkurrenz ist natürlich hochkarätig: Die französische Autorin Marie N’Diaye mit ihrem Roman „The Witch“, der im Original schon 1996 erschien („La Sorcière“, auf Deutsch damals im Antje Kunstmann Verlag veröffentlicht) und die Geschichte einer Hausfrau in der französischen Provinz erzählt; die bulgarische Autorin Rene Karabash mit „She Who Remains“, im Original 2019 veröffentlicht, ein, laut Jury „düsterer und poetischer Roman über Identität, Geschlecht, Liebe, Freiheit und gesellschaftliche Normen“, der in den albanischen Bergen angesiedelt ist. Und dann sind da noch die brasilianische Schriftstellerin Ana Paula Maia mit „On Earth As It Is Beneath“ (von Maia gibt es auf Deutsch bisher nur einen Roman, „Krieg der Bastarde“, im A1 Verlag), der von einer Gruppe Männer erzählt, die jahrelang eingesperrt war, und von der jeder nun auf sich allein gestellt auf der Flucht ist, und schließlich noch die aus Taiwan stammende Autorin Yáng Shuāng-zǐ mit ihrem Roman „Taiwan Travelogue“.

Author: Gerrit Bartels


Published at: 2026-03-31 15:12:12

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