Politischer Streik: Kein Frieden ohne Gegenmacht

Politischer Streik: Kein Frieden ohne Gegenmacht


Als die sozialdemokratische Regierung auf der Flucht war, verteidigten Arbeiterinnen und Arbeiter mit ihrer stärksten Waffe, dem Streik, ihre in der Novemberrevolution 1918 erkämpften sozialen und politischen Rechte – so kümmerlich sie auch waren, im Vergleich zu dem, was in der Revolution 1918/19 gefordert worden war. So finden sich im Grünbuch »Zivil-Militärische Zusammenarbeit 4.0« vom Januar 2025 unter der Überschrift »Allgemeine Herausforderung bei der Verlegung von NATO-Truppen – Aufgabe der Polizei« unter anderem folgende möglichen »Probleme«: »Spontan-Demonstrationen: So könnten Friedensaktivisten Truppenverlegungen verhindern wollen und Grenzübergänge blockieren«, »Streik des Straßenunterhaltungspersonals«, »Demonstration oder Blockaden auf den Bahnstrecken/Bahnübergängen (vergleiche Gorleben-Blockaden)«, »Streik des Bahnpersonals«, »Demonstration, Blockaden (vergleiche ›Letzte Generation‹)«, »Streik des Hafen-/Flughafenpersonals«, »Demonstrationen/Blockaden an den Autobahnauf- und -abfahrten«.¹³ Es zielt nicht auf Verwaltung von Krisen, sondern auf die Durchführbarkeit von Krieg: Es erlaubt bereits im »Spannungsfall«, Beschäftigte zwangsweise in Arbeitsverhältnisse zu verpflichten, Kündigungen zu untersagen und Arbeitskräfte in kriegswichtige Bereiche zu lenken – von Energie und Verkehr über Logistik bis zu Post und Telekom.¹⁵

Author: Andreas Buderus


Published at: 2026-02-17 20:35:18

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