Insbesondere verwies er auf das Schicksal junger Menschen, „die zum Kriegsdienst gezwungen werden und dort an der Front die Sinnlosigkeit dessen erkennen, was von ihnen verlangt wird, und auch die Lügen, von denen die großspurigen Reden derer, die sie in den Tod schicken, triefen“. „Der Friede Gottes entsteht aus einem Schrei, der wahrgenommen wird, aus einem Weinen, das gehört wird: Er entsteht inmitten von Ruinen, die nach neuer Solidarität rufen, er entsteht aus Träumen und Visionen, die als Prophetien den Lauf der Geschichte wenden.“ Die Menschen dürften nicht unberührt bleiben „vom Weinen der Kinder und der Gebrechlichkeit der Alten, vom ohnmächtigen Schweigen der Opfer und von der resignierten Melancholie derer, die Böses tun, ohne es zu wollen“, forderte Leo.
Author: Der Tagesspiegel
Published at: 2025-12-24 22:32:03
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