Österreichs K(r)ampf mit der Schein-Inflation

Österreichs K(r)ampf mit der Schein-Inflation


Inflation ist doch, so eine der ökonomischen Grundeinsichten, ausschließlich eine monetäre Angelegenheit: Kamen etwa die Österreicher während der Pandemie als einzige in der Euro-Zone unverhofft in den Genuss von „helicopter money“ und damit zu mehr „Konsum-Euro“ als all die anderen Europäer? Die bis 2022 sehr expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde in Österreich – während Pandemie und kriegsbedingter Energiekrise (Russland/Ukraine Krieg) – durch eine forciert „expansive Einkommenspolitik“ (Stichwort: Kaufkraftsicherung) zusätzlich überdehnt, und das hat anscheinend bei vielen Konsumenten in diesem Land „Geldillusion“ ausgelöst. Schocks und Markt(-anpassungs)versagen können unter bestimmten Bedingungen zu kräftigen Verschiebungen in grundlegenden Preisrelationen führen, die – wenn sie nicht durch kompensierende Preisveränderungen neutralisiert werden – in den preisstatistischen Standardmaßen (Verbraucherpreisindex) gegebenenfalls als Anstieg des allgemeinen Preisniveaus (Schein-Inflation) abgebildet werden.

Author: Franz Rudolf Hahn


Published at: 2026-01-06 15:36:55

Still want to read the full version? Full article