„Ostern unterstreicht sehr deutlich, dass die Hoffnung auf eine bessere Welt keine naive Träumerei ist, denn es geht um eine realistische Hoffnung.“ Dass Jesus von einer Welt gesprochen habe, „in der Friede, Versöhnung, Vergebung der Sünden, Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit Wirklichkeit werden“, sei für die Mächtigen in Religion und Politik weltfremd und gefährlich gewesen. „Wenn die Welt und unsere Gesellschaften sich weiter verrennen in Eigeninteressen, in den Egoismus bestimmter Gruppen, in die Blasen von Hass und Verschwörungstheorien, dann wird die Welt bedrohlicher und gefährlicher.“ Demgegenüber stehe die österliche Botschaft, die nicht zulasse, „dass wir allein den Stimmen Raum geben, die letztlich Resignation und Verzweiflung verstärken, die Gewalt und Macht vor Recht und Frieden sehen“, mahnte der Kardinal. Weil Gott deinem Mitmenschen die gleiche Würde gibt wie dir.“ Mit Blick auf die Kriege im Nahen Osten und in anderen Weltregionen sagte er: „Die evangelische Haltung dazu ist klar: Kriege und Gewalt sind nur verantwortbar, wenn dadurch das Recht wieder hergestellt wird.
Author: Süddeutsche Zeitung
Published at: 2026-04-05 09:58:42
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