Orbán hat den Bogen überspannt – doch mit welchen Folgen? [premium]

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Und wenn die nachrichtendienstlichen Berichte stimmen, die am Wochenende in der „Washington Post“ veröffentlicht wurden, trieb nicht das Bemühen ums Brückenbauen und Friedenschaffen den Ungarn nach Moskau, sondern es waren Besprechungen zwischen einem klandestinen Informanten und seinem Auftraggeber. Denn laut den Quellen der „Washington Post“ hat Szijjártó seit mehreren Jahren heimlich in Sitzungspausen der Ratstreffen der EU-Außenminister in Brüssel und Luxemburg seinen russischen Amtskollegen, Sergej Lawrow, angerufen, um ihn über die teils vertraulichen Gegenstände der Verhandlungen zu unterrichten. „Solch ein Zwischenfall würde die Wahrnehmung des Wahlkampfes von der rationalen Ebene sozioökonomischer Themen auf eine emotionale verschieben, wo die Staatssicherheit sowie die Stabilität und Verteidigung des politischen Systems zu Schlüsselthemen würden“, heißt es laut der „Post“ in einem Bericht jener Abteilung im russischen Nachrichtendienst, der für politischen Einflussoperationen im Ausland zuständig ist.

Author: Oliver Grimm


Published at: 2026-03-23 15:48:13

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