Auch wenn die langfristigen Auswirkungen des Lieferstopps über die Straße von Hormus noch nicht klar sind, gehen die Analysten der Deutschen Bank davon aus, dass die gestiegenen Kosten für Öl und Gas auf die Margen der Chemieunternehmen drücken werden. In einem Bericht von Mitte März schreiben sie, dass die Chemieunternehmen ihre Preise um rund 12 Prozent über das kommende Jahr anheben müssten, sofern die aktuell hohen Öl- und Energiepreise in der Form anhielten. Sie schreiben in einem aktuellen Marktbericht, dass sich die deutsche Chemieindustrie „nicht in einer verlängerten zyklischen Rezession, sondern in einem irreversiblen Strukturbruch befindet.“ Nacheinander seien drei Schocks aufeinander gefolgt – der Pandemie-Nachfrageschock, der Energie- und Kriegsschock sowie der Zins- und Lagerabbauschock.
Author: Ilka Kopplin
Published at: 2026-03-25 14:42:24
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