Neue Weltordnung: Und wieder liegt der Iran am Schnittpunkt zwischen Großmächten

Neue Weltordnung: Und wieder liegt der Iran am Schnittpunkt zwischen Großmächten


Auf der anderen Seite weiß die Welt seit dem Juli-Krieg, wie stark Iran bis in die Führungsebenen der Nomenklatura von Mossad und CIA infiltriert sein muss.Tatsächlich stellt sich aktuell zum Beispiel die Frage, wie 50.000 Starlink-Terminals im Wert von etwa 2,5 Millionen Dollar unter verschärften Sanktionsbedingungen ins Land geschmuggelt werden konnten, wenn diese Schmuggelrouten nachweislich zum Kerngeschäft der Revolutionsgarden gehören. Da war Iran von britischen und sowjetischen Truppen besetzt, und Schah Pahlavi mit seiner unverhohlenen Sympathie für Hitler-Deutschland ein Kaiser ohne Land.1953 rettete ein CIA-Putsch im Namen der antikommunistischen Domino-Theorie dem bereits abgesetzten Schah die Macht – bis er schließlich 1979 vor einer Volksrevolution aus dem Land floh, das er ein Vierteljahrhundert lang als Washingtons Vasall mit absolutistischer Macht regiert hatte. Der Aufstand stand unter der Losung „Weder Ost noch West, sondern Islamische Republik“ und verkündete neben dem Ende der Pahlavi-Diktatur auch den Abgesang an die bipolare Nachkriegsordnung.Es wäre ein schlechter Witz der Weltgeschichte, wenn ausgerechnet der Kronprinz jetzt im Schatten amerikanischer Militärschläge an die politischen Schalthebel in Teheran zurückkehren würde.

Author: Torsten Wöhlert


Published at: 2026-01-26 16:27:00

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