„Linke Seite Supermarkt, rechte Seite Abenteuerspielplatz, in der Mitte Autobahn, la la lala la la lala la la lala la“: So begann vor 46 Jahren das Stück „Maschinenland“ der deutschen Punkband Abwärts, in rasendem Tempo, mit maschinell anmutendem Rhythmus, ein schroffes Abenteuer. Auch die Themen, die von den sechs Darstellern (vier Frauen, zwei Männer) in genauso rasendem Tempo angeschnitten werden, erinnern an die Befindlichkeiten und Beschwerden, die in den frühen Achtzigerjahren gern zur Begleitung elektrischer Instrumente vorgetragen wurden: Unbehagen in der (westlichen) Zivilisation im Allgemeinen. Die geheimnisvolle Abkürzung wurde uns damals als „Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit“ erklärt: Es ist immer kommod, ein „System“ als Ursache zu orten, belegbar wäre dies nur, indem Menschen, die außerhalb des Systems leben, von einem Leben bar jeder Traurigkeit berichten, aber dergleichen ist uns noch nicht zu Ohren gekommen.
Author: Thomas Kramar
Published at: 2026-01-13 12:34:57
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