Maduro-Entführung: Warum die Demokraten den Venezuela-Angriff nur halbherzig kritisieren

Maduro-Entführung: Warum die Demokraten den Venezuela-Angriff nur halbherzig kritisieren


Schumers Statement steht sinnbildlich für die außenpolitische Ratlosigkeit von Trumps Gegnern, die auch nach dem Angriff auf Venezuela und der gewaltsamen Entführung von dessen Präsidenten eine klare moralische Distanzierung von Trumps Vorgehen vermissen lassen.Am Samstag teilte Schumer mit, Maduro sei zwar ein illegitimer Diktator, aber: „Militäreinsätze ohne die Zustimmung des Kongresses und ohne ein glaubwürdiges Konzept für die Zeit danach einzuleiten, ist schlichtweg unverantwortlich.“ Kein prinzipielles Problem mit militärischen InterventionenEine entschiedene Ablehnung würde anders klingen. „Das ist keine Außenpolitik, sondern Gangstertum auf internationaler Ebene.“ Die Wähler sollten sich vor „Establishment-Figuren“ in Acht nehmen, die den Einsatz zwar kritisieren, jedoch gefolgt von einem „aber“, in dem sie Begriffe wie „Demokratie, Diktatur oder Völkerrecht“ verwenden, um die Invasion zu rechtfertigen. Denn Wähler und auch einzelne Politiker der Demokraten stellen grundsätzlich die offensive militärische Interpretation des amerikanischen Großmacht-Status infrage – und auch bisher unangreifbare Allianzen, wie jene zu Israel.Die Außenpolitik könnte eine wichtige Rolle bei den Präsidentschaftsvorwahlen spielen Vor allem in der jungen Wählerschaft der Demokraten herrscht noch immer großes Unverständnis darüber, dass Biden sich dem brutalen Krieg der israelischen Regierung in Gaza nicht entschiedener entgegenstellte – und viele Demokraten immer noch weitgehend bedingungslos das Vorgehen der Netanjahu-Regierung unterstützen.

Author: Jörg Wimalasena


Published at: 2026-01-07 12:41:00

Still want to read the full version? Full article