Im Falle des österreichischen Wettbewerbsbeitrages von Sudabeh Mortezai geht es im Ramasan (Ramasan Minikailov), einen elfjährigen Jungen, der aus Tschetschenien stammt und der gemeinsam mit seiner Mutter Rosa (Rosa Minkailova) und seinen beiden Schwestern auf die Entscheidung über den Asylantrag wartet. Die Begegnung mit einem anderen Mann aus Tschetschenien, der in der gleichen Unterkunft lebt wie er, bringt ihm zwar so etwas wie eine Ersatzvaterfigur, doch zugleich erfährt Ramasan auch Dinge über seinen Vater, die er lieber nicht gewusst hätte. Ähnlich wie bei Jack bewegt sich die mobile Kamera überwiegend auf Augenhöhe mit ihrem kleinen Protagonisten, folgt ihm auf seinen Gängen durch das Gelände der Asylbewerberunterkunft, schaut ihm buchstäblich über die Schultern, wie er seinen Weg erst finden muss in einer Situation, die bedrückend und belastend ist.
Author: kinoadmin
Published at: 2026-02-04 12:15:53
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