Krieg | Hormus: Was die Bundesregierung jetzt tun sollte, um nicht in eine Energiekrise zu geraten

Krieg | Hormus: Was die Bundesregierung jetzt tun sollte, um nicht in eine Energiekrise zu geraten


Ausgefallen sind auch 30 bis 40 Prozent des globalen Handelsvolumens zweier zentraler Düngemittel, ein Drittel der Heliumproduktion, 45 Prozent des Schwefelexports und 4 Prozent der Primäraluminiumproduktion – all das ist abhängig von der fossilen Energieproduktion am Persischen Golf.Die Folgen: in vielen Ländern Asiens und Afrikas wird bereits Treibstoff rationiert und dessen Export eingeschränkt, da sie die Hauptabnehmer der Energie vom arabischen Golf waren – sie sind direkt betroffen. Man könnte die Liste lange fortschreiben, aber all das bedeutet, dass in den kommenden Wochen und Monaten weniger Güter auf den Weltmarkt kommen und deren Preise steigen, darunter am besorgniserregendsten für die Welt: die Preise für Nahrungsmittel.Die letzten Tanker vom Golf kommen dieser Tage in Deutschland anIn Deutschland und Europa scheint die Lage bis auf höhere Spritpreise und erste Inflationssignale hingegen ruhig. Die Gaspreisbremse von 2022 könnte ein Modell sein für Ölprodukte und Strom: Ein Grundkonsum bleibt günstig, jenseits davon können hohe Marktpreise sicherstellen, dass die Nachfrage insgesamt genug sinkt, um dem verknappten Angebot zu entsprechen.Wichtig wäre, diese Maßnahmen jetzt umzusetzen und nicht wie 2022 bis sechs Monate in die Krise hineinzuwarten und zunächst eine weitere Verteuerung zu diskutieren; damals war es die Gasumlage, heute scheint eine Mehrwertsteuererhöhung den Platz einzunehmen.Übergewinnsteuern auf die Profite der Gewinner dieser KriseÜbrigens gibt es eine Verbesserung gegenüber 2022: die Regierung ist inzwischen technisch in der Lage, Bürgern Geld zu überweisen, wie zum Beispiel das lange versprochene Klimageld.

Author: Gregor Semieniuk


Published at: 2026-04-01 14:00:00

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