Für CNA Deutsch sprach Christian Peschken (EWTN) mit Nicolás Paz über die wachsende Betonung der Gewaltfreiheit in der Kirche, die Debatte um die traditionelle Lehre vom gerechten Krieg und die Frage, welche Rolle Christen und die katholische Kirche heute konkret bei der Förderung von Frieden und Versöhnung spielen können. Obwohl die Lehre vom gerechten Krieg Gewalt begrenzen und die Würde des Menschen schützen sollte, wurde sie oft missbraucht, um Kriege zu legitimieren, die politischen, wirtschaftlichen oder imperialen Interessen dienten – weit über die moralischen Grenzen hinaus, die etwa Augustinus oder Thomas von Aquin im Blick hatten. In diesem Geist ruft die Catholic Nonviolence Initiative von Pax Christi die Kirche dazu auf, Gewaltfreiheit in allen Bereichen kirchlichen Lebens zu verankern – in Predigt, Sakramenten, pastoralen Diensten, Spiritualität und Ausbildung in Diözesen, Pfarreien, Ordensgemeinschaften, Seminaren, Schulen und Universitäten; Katholiken von frühester Kindheit an die Verbindung zwischen Gewaltfreiheit und dem Kern des Evangeliums zu vermitteln und praktische Wege zu zeigen, sie in einer gewalttätigen Welt zu leben; Gläubige darin auszubilden, Konflikte in Familien, Nachbarschaften, Arbeitsplätzen, Städten und auch innerhalb der Kirche gewaltfrei zu bearbeiten; Katholiken weltweit zu ermutigen, gewaltfreie Kampagnen für eine gerechte und friedliche Welt sowie für den Schutz unseres Planeten zu unterstützen; sich politisch für geringere Militärausgaben und stärkere Investitionen in Diplomatie, unbewaffneten Zivilschutz, Frühwarnsysteme, Traumabewältigung, Konflikttransformation, nachhaltige Entwicklung, Bildung und Umweltschutz einzusetzen; den Dialog über die Kraft aktiver Gewaltfreiheit innerhalb der Kirche, mit anderen Religionen und mit der gesamten Welt deutlich zu vertiefen.
Author: CNA Deutsch
Published at: 2026-03-23 14:30:00
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