Bei 81 Prozent der Infektionen in Russland seien heterosexuelle Kontakte die Ursache, 14 Prozent sind Drogenabhängige und nur vier Prozent der Neuinfektionen entstünden durch homosexuelle Kontakte, zitiert das Online-Medium „Meduza“ offizielle Statistiken. „Die ohnehin schon prekäre Natur der staatlichen Ressourcen für HIV wurde durch die Verlagerung der Finanzierungsprioritäten auf den Krieg mit der Ukraine verschärft.“ Die Folge: Überall im Land fehlen Test-Kits und – vor allem – dringend benötigte Medikamente. Lebenswichtige Medikamente, die täglich in bestimmten Kombinationen lebenslang eingenommen werden müssen, sind in Aids-Zentren entweder nur teilweise oder gar nicht verfügbar.“ Besonders gravierend scheint die Situation in russischen Gefängnissen zu sein, wo viele infizierte Drogenabhängige ihre Strafen absitzen.
Author: Jo Angerer
Published at: 2026-01-19 10:39:09
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