Die Alliierten hatten nicht nur Sportarten verboten, die, wie Fechten oder Schießen, „als vormilitärische Übungen anzusehen sind“ (Tagesspiegel vom 9. Dezember 1945), sondern ließen auch für alle anderen Sportarten die in der NS-Zeit auf Linie gebrachten oder sich selbst „gleichgeschalteten“ Berliner Vereine nicht mehr zu. Beide „Sportgruppen“ spielten übrigens in der ersten Nachkriegssaison wenig erfolgreich und qualifizierten sich weder für die Vierer-Endrunde um die Berliner Meisterschaft, noch für die erste Stadtliga-Saison 1946/47, dann mit zwölf Mannschaften ohne Unterteilung in Staffeln. Zurück also in die erste Nachkriegsspielzeit, in der sich „Mißtöne“ und Entscheidungen am „grünen Tisch“ bis ins Saisonfinale im Juli zogen: „Es wurde am Sonntag nicht nur am Vormittag in der Hasenheide geboxt, sondern auch am Nachmittag auf dem Hertha-Platz am Gesundbrunnen“, schrieb der Tagesspiegel.
Author: Markus Hesselmann
Published at: 2026-04-05 11:25:47
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