Der Hinweis auf eben diese Verbrechen von der anderen Seite wiederum als Relativierung eines eliminatorischen Antisemitismus, dem man anders als mit massiver militärischer Gewalt nicht mehr beikommen könnte.Die Bilder eines Films mit dem Titel "Once Upon a Time in Gaza" laufen auf einer Leinwand beziehungsweise einem Bildschirm und vor diesem Hintergrund gleichermaßen.erzählt der dritte Film des palästinensischen Regie- und Bruderduos Tarzan und Arab Nasser eine Kleingangsterballade. Der Tonfall ist fatalistisch-humorvoll, am stärksten ist der Film, wenn er nicht daran arbeitet, seinen Plot drei zentralen Volten schlagen zu lassen, sondern von den Interaktionen der Figuren und von der Produktion des Films-im-Film erzählt.Am stärksten ist er, wie gesagt, als Porträt des Alltags in Gaza, im Blick auf eine Welt, die zerbombt ist. Und so erscheinen der Krieg und auch der israelische Grenzzaun, nach dessen Errichtung die Zahl der Terroranschläge in Israel sich deutlich vermindert hat, ausschließlich als Instrumente kolonialer Unterdrückung.Vielleicht erzählt "Once Upon a Time in Gaza" - implizit - auch von der Unmöglichkeit, wirklich alle Bilder zu zeigen, von der Schwierigkeit, unter dem Horror der gegebenen Bedingungen der eigenen Einseitigkeit zu entkommen, hin zu einer Dialektik (analytisch) und zu einer wirklichen Wahrnehmung des Leids auf der jeweils anderen Seite (empathisch)., immer wieder, und auch an einem selbst; vielleicht auch, denke ich, in diesem Text.
Published at: 2026-02-10 21:40:34
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