Sie steht nämlich ohnehin bereits seit jeher zwischen den Zeiten und den Stühlen: 1781 uraufgeführt und irgendwo im Nirgendwo zwischen klassizistischen Rückgriffen auf antike Werke und Werte und Aufklärung pendelnd, trat in „Idomeneo“ auch zugleich noch der typische, vorlaute Aberwitz von Mozart ins Opern-Rampenlicht. Diese Unbestimmtheit in Bezug auf die Form und Ausgestaltung der Oper, diese Aufbruchsstimmung und dadurch entstehenden Zwischenräume hat der in Großbritannien geborene, aber in Österreich lebende Mason in seiner ersten Regiearbeit am Tiroler Landestheater wahrlich zu seinen Gunsten genutzt. Getragen wurde die mehr als gelungene Regiearbeit von Mason dabei von einem auf hohem Niveau, kräftig und zupackend und doch glasklar musizierendem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck und einer durchwegs starken Sängerinnen- und Sänger-Riege, allen voran von Dovlet Nurgeldiyev als Idomeneo, Camilla Lehmeier in der Hosenrolle als Idamante, Anastasia Lerman als Ilia und Publikumsliebling Susanne Langbein als Elettra.
Author: ORF.at
Published at: 2026-02-15 15:28:40
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