V., Karin Stahmleder, und ihr Team entschieden, das Thema „Frauen – Fliegen in Rangsdorf“ mit einer kürzlich zu Ende gegangenen Ausstellung der Öffentlichkeit nahezubringen.Ein über die Region hinaus ausstrahlendes Projekt, dem sich zwei Künstlerinnen stellten: Frauke Beeck, die seit 2020 mittels Spray-Technik in unterschiedlichen Formaten zu Frauendenkmälern im öffentlichen Raum arbeitet, und Barbara Noculak, die sich dem Thema Fliegen mit Zeichnungen, Textrollen und Großfotos widmet. Bestenfalls wurde das schlecht ausgeleuchtete Materiallager entdeckt, überwältigt von der Menge Leben, aus dem sich schöpfen ließ.Produktiv und erkenntnisfördernd wäre es gewesen, mit dem Blick auf die „Rangsdorferinnen“, sich mit den Mechanismen der Verführung, des Kaperns und Umdrehens von Idealen zu befassen – als angemessenes künstlerisches Anliegen in Zeiten der schleichenden Indoktrination, angestrebter Kriegstüchtigkeit. Den subversiven Charakter von Kunst im Auge wäre zu fragen, wie stehen die Chancen, sich als Künstler dem Missbrauch von Leidenschaft und Engagement zu widersetzen, die eigenen Widerstandskräfte zu stärken, sich treu zu bleiben?Die hohe Zeit der „Rangsdorferinnen“ waren die Jahre zwischen 1936 und 1945.
Author: Jürgen Leskien
Published at: 2026-02-15 13:00:00
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