Deswegen ist es uns bei unserer Arbeit auch wichtig, die autoritären Tendenzen in Israel auch jenseits der Zerstörung in Gaza, der Westbank oder der Besatzungsfrage in den Kontext der autoritären globalen Rechten zu setzen.Übergriffe auf linke Aktivist*innen, Antikriegs-Aktivist*innen und so weiter werden nun in der israelischen Gesellschaft immer häufigerWie hat sich die israelische Linke denn zum jüngsten Krieg gegen den Iran positioniert?Man muss sich zunächst klarmachen: Die israelische Linke, das sind nicht so viele Leute. In diesem politischen Kontext gab es weitgehend Einigkeit, dass das, was im Iran passiert, erstens völkerrechtswidrig und zweitens einfach falsch ist und einen weiteren Versuch der Netanjahu-Regierung darstellt, von ihren innenpolitischen Problemen zum Zwecke des Machterhalts abzulenken.In diesem Zusammenhang sind dieselben Gruppierungen, die schon vormals für einen Waffenstillstand in Gaza und für eine politische Lösung der Palästina-Frage waren, auch bereits in der ersten Woche nach dem Angriff auf den Iran dabei gewesen, Gegenaktivitäten zu organisieren. Was bedeutet dieser Streit für die Partei?Genozid ist ein Wort, das von israelischen Linken mittlerweile häufig gebraucht wirdIch glaube, dass die Partei Die Linke sich dieser Debatte offen stellen muss, auch weil sich die Lage in Israel und der Region infolge des Massakers am 7. Oktober, aber auch des Genozids in Gaza so stark verändert hat.
Author: Konstantin Nowotny
Published at: 2026-03-31 14:35:00
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