Getötet, als sie helfen wollen: Immer mehr zivile Retter sterben im Krieg

Getötet, als sie helfen wollen: Immer mehr zivile Retter sterben im Krieg


Der Vorfall im März vergangenen Jahres machte Schlagzeilen, viele ähnliche Fälle bleiben von der Weltöffentlichkeit unbemerkt: Etwa als im Oktober 2025 im Sudan fünf Freiwillige des Sudanesischen Roten Halbmonds getötet wurden, als sie gerade – klar als Helfer erkennbar – Familien in der umkämpften Stadt Bara mit Lebensmitteln versorgten. Danach ist die Zahl der getöteten Helfer seit 2023 dramatisch angestiegen – waren es zuvor im jährlichen Durchschnitt etwa 120 Todesopfer im Jahr, stieg die Zahl 2023 auf 293 und 2024 auf 383. Die Konflikte in Gaza und im Sudan fordern weiterhin die meisten Opfer unter den Helfern: Im Sudan wurden seit Ausbruch des Bürgerkriegs bereits 33 Mitarbeitende und Freiwillige des Internationalen Roten Kreuzes und des Sudanesischen Roten Halbmondes getötet.

Author: Christian Kerl


Published at: 2026-02-01 04:00:00

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