Zusammen mit ihrem Vater entkam sie aus einem Ghetto einer Kleinstadt, in das die nationalsozialistischen Besatzer Juden gesperrt hatten, um sie nach und nach in die Vernichtungslager zu deportieren (darunter bereits die Mutter). So ist die Geschichte der Leokadia Justman eine über die Gräuel, die Juden im nationalsozialistischen Deutschland und im besetzten Polen erlitten haben – aber auch eine über den Mut und die Menschlichkeit einzelner Personen, die im Rahmen dessen, was sie konnten, halfen. In einem Vorwort schreibt dort Leokadia: „Diese Gedichte, die meine Erinnerungen und seelische Erlebnisse nach der Flucht aus den Ghettos in Polen sind, schildern den Drang des verfolgten Menschen zur Freiheit und Leben.“ Markl fragt: „Warum wurden die Gedichte nicht publiziert?
Author: Stephan Löwenstein
Published at: 2026-01-26 09:36:55
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