Der Irankrieg mache es unmöglich, die frisch geernteten und getrockneten Teeblätter zu exportieren, klagt George Omuga, Vorsitzender des Verbands der ostafrikanischen Teehändler: „Unsere Abnehmer hatten bereits vor Kriegsbeginn bei den Exporteuren Tee bestellt, doch dieser Tee konnte aufgrund der Unterbrechung der Schifffahrtswege den Hafen von Mombasa nicht verlassen“, erklärt er. Seit Kriegsbeginn Anfang März seien jede Woche 20 Prozent des kenianischen Tees, der normalerweise in die Länder des Nahen Ostens exportiert werde, in Mombasa liegen geblieben, so Omuga: „In den letzten zwei bis drei Wochen haben wir insgesamt 24 Millionen US-Dollar an Exporterlösen verloren.“ Wenn der Krieg noch lange anhält, könne dies zu einem „völligen Zusammenbruch“ des Teesektors führen. Floice Mukabana, Direktorin von Kenias Teeexportverband, sieht in der Exportkrise auch eine Chance: „Für uns als Kenianer und kenianische Exporteure bedeutet das, dass wir nach neuen Märkten suchen müssen, insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent.“ Das 2021 in Kraft getretene Afrikanische Freihandelsabkommen mache es möglich, Tee auf dem afrikanischen Kontinent ohne Export- und Importsteuer zu vermarkten.
Author: Simone Schlindwein
Published at: 2026-03-31 14:51:00
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