Für all diejenigen, die in Russland den Aggressor des Krieges sehen, scheinen die jüngeren Pläne für die Stadt deshalb umso befremdlicher: Der Tourismus soll laut diesen Plänen in Mariupol und an der umliegenden Küste des Asowschen Meers unter russischer Verwaltung wieder aufblühen. Der russische Aktivist Alexander Tscherkasow, der über viele Jahre das Menschenrechtszentrum der seit 2021 in Russland verbotenen Organisation Memorial leitete, zieht Vergleiche zu den Entwicklungen in Tschetschenien: Auch dort sei nach Kriegsende der regionale Tourismus gefördert worden, sagt er dem russischen Exil-Sender Doschd. So werden der russische Aufbau der Separatisten in der Ostukraine und der Grossangriff auf die gesamte Ukraine in Russland und den besetzten Gebieten euphemistisch verharmlost.
Author: Jana Kehl (ehj)
Published at: 2026-01-10 04:30:00
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