Feindbild Empathie in den USA: Was ist daran noch christlich?

Feindbild Empathie in den USA: Was ist daran noch christlich?


Auch sie findet klare Worte und sagt über die ja mittlerweile in offizielle US-Regierungslinie übergegangene MAGA-Linie: „Der Abbau der Sozialleistungen, Deportationen und rassistische Fremdenfeindlichkeit, aber auch die Rede vom ,Gift der Empathie‘ pervertieren die christliche Botschaft.“ Die Theologin setzt ihre Hoffnung auch auf Papst Leo XIV. Leo fordert Empathie seit Anbeginn des Pontifikats ein und stellt sie Zentrum seiner Botschaften: Schon im Mai dieses Jahres, wenige Wochen nach seiner Wahl, betonte er bei einer Generalaudienz Bezug nehmend auf das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lk 10,25–37): „Wenn wir verstehen, dass der verwundete Mann auf der Straße jeden von uns repräsentiert, dann wird die Erinnerung an all die Male, in denen Jesus stehen geblieben ist, um sich um uns zu kümmern, uns fähiger zu Mitgefühl machen.“ Leo reagierte auch umgehend auf die von J. D. Vance als „abgestufte Zuneigung“ verbrämte Ausgrenzung und hielt fest: „Die christliche Liebe ist keine konzentrische Ausdehnung von Interessen, die sich nach und nach auf andere Personen und Gruppen erstreckt.“ Die wahre ordo amoris, die gefördert werden muss, ist laut dem Papst eine Liebe, die eine brüderliche Gemeinschaft aufbaut, die für alle, ohne Ausnahme, offen ist.

Author: Thomas Jakl


Published at: 2025-12-23 09:57:32

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