Als Mette Frederiksen am Dienstag in den Nordischen Botschaften in Berlin gefragt wird, ob nach dem Gespräch zwischen NATO-Generalsekretär Mark Rutte und dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump sowie der Einigung auf ein „Rahmenwerk“ die Krise um Grönland vorbei ist, sagte sie: „Nein, natürlich nicht.“ Auf die Frage, was nach den Gesprächen in Davos anders sei als davor, ergänzte sie, man habe jetzt einen „mehr traditionellen Weg“, dem man folgen könne, um eine diplomatische Lösung zu finden – und zudem eine klare Unterstützung der NATO, künftig in der Arktik präsenter zu sein. Dass die Grönland-Krise nicht vorbei ist, liegt schon daran, dass unklar ist, was in Davos konkret in Aussicht gestellt wurde – und was sich jetzt tatsächlich zwischen Washington, Grönland und Dänemark vereinbaren lässt. Im Kern geht es um die Frage, ob die Vereinigten Staaten künftig eigene Militärbasen auf Grönland – auch mit Blick auf den Aufbau der Golden-Dome-Raketenabwehr – wirklich besitzen dürfen, ähnlich dem Zypern-Modell mit britischen Streitkräften.
Author: Matthias Wyssuwa, Berlin
Published at: 2026-01-27 17:58:56
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