Das Risiko wurde als zu hoch empfunden, so sehr sich auch der deutsche Kanzler dafür einsetzte, es einzugehen.Belgiens Premier Bart De Wever erklärte die getroffene Entscheidung mit einem Satz, der alles sagte und dem nichts hinzuzufügen war: „Die Vernunft hat gesiegt.“ Für Friedrich Merz mehr als eine rhetorische Klatsche, die es in sich hatte, aber den deutschen Kanzler mitnichten animierte, ausnahmsweise einmal innezuhalten.„Sicherheitsgarantien“ laufen auf ein NATO-Reglement ohne NATO-Mitgliedschaft hinausStattdessen war vor dem Florida-Gipfel wieder die konzertierte Aktion mit Selenskyj fällig, um den Eindruck zu erwecken, bestimmte Positionen durchsetzen zu können. Wozu hätte es diesen Krieg führen sollen, wenn es danach NATO-Bindungen für die Ukraine gibt, die sich in einer Kernfrage der Allianz nicht von einer direkten Präsenz in der NATO unterscheiden?Was genau war der Plan B für die Friedensverhandlungen?Die US-Seite dürfte sich dessen bewusst sein und derartige Sicherheitsgarantien nicht eingehen wollen (andere möglicherweise durchaus). Man könnte auch sagen: das Dilemma für all jene, die den Krieg nur dann beenden wollen, wenn sie ihn dadurch nicht verlieren.Dies gilt für die Ukraine ebenso für das Pro-Ukraine-Lager in der EU, letztlich aber für den gesamten europäischen Kontinent – auch für die USA.
Author: Lutz Herden
Published at: 2025-12-29 09:29:00
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