Gemeinsam mit einem österreichischen und einem britischen Diplomaten sollte er als Vermittler im Auftrag der antinapoleonischen Allianz wirken: Nach der Niederlage des französischen Kaisers in der Völkerschlacht bei Leipzig waren in der Schweiz die zuvor durch Frankreich unterdrückten inneren Spannungen wieder aufgebrochen. An der diplomatischen Front gelang ihm die völkerrechtliche Absicherung der Unabhängigkeit des neuen Staates und seiner Grenzen, auf der Londoner Konferenz der drei Grossmächte 1830 erfolgte schliesslich die internationale Anerkennung. Der Film macht sich indes nicht die Mühe, jene tragische Dimension auszuleuchten, die Ioannis Kapodistrias’ Wirken in Griechenland kennzeichnete: Vielfach begabt, moralisch untadelig, uneigennützig und mit den besten Absichten, scheiterte er an den politischen Realitäten, wie sie sich in Griechenland im Verlauf des Unabhängigkeitskriegs etabliert hatten.
Author: Ekkehard Kraft (Ekr)
Published at: 2026-02-07 04:30:00
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