Wer die deutsche Berichterstattung seit der Gefangennahme des venezolanischen Diktators Nicolás Maduro durch die Vereinigten Staaten verfolgt hat, wird erstaunt feststellen: Die Rede vom US-Imperialismus ist mit voller Wucht zurück. Was die Rede vom US-Imperialismus derzeit in Deutschland tatsächlich meint, ist etwas furchtbar Banales: Sie soll ausdrücken, dass sich die Vereinigten Staaten unter Trump nun endgültig in eine Kraft verwandelt hätten, die ausschliesslich interessengeleitet agiere. Sie wünschen sich eigentlich einen Charismatiker vom Format Obamas an der Spitze der USA, der in besänftigenden Tönen die weltweite Demokratie beschwört.
Author: Len Sander (lsa)
Published at: 2026-01-15 16:55:00
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