Es behandelte den revolutionären Wandel auf dem Land seit 1947, die Zeit nach der Bodenreform, von der Kleinbauern ebenso profitierten wie die vielen Neubauern, zumeist Flüchtlinge aus Polen und der Tschechoslowakei.Die junkerliche Oberschicht war zwar ausgeschaltet, doch hatte der auf dem Land lebende Strittmatter festgestellt, dass die starre Klassenhierarchie von Groß-, Mittel- und Kleinbauern weiterexistierte. In den damals aus der Sowjetunion gelieferten Zugmaschinen ließen sich durchaus Vorboten einer Kollektivierung sehen, um die es Ende der 1940er Jahre aber noch nicht ging.Da es in der Bauernschaft weniger revolutionäre Traditionen als in der durch Nazizeit und Krieg geschwächten Arbeiterklasse gab, war ein ihr entstammender Organisator erforderlich, um ein Dorf in Bewegung zu bringen. „Wir werden in der Inszenierung wiederfinden, was Brecht gesehen hat; bestimmt die zwei kleinen Säcke über dem Herd mit den Pilzen zum Trocknen, den Hocker mit der Waschschüssel, den kleinen Kanonenofen mit dem riesigen Rohr.“ Er habe sich gefragt, wie man „Farbflecken hineinbringen“ könne, „die Dekoration muss schön ausschauen“, schrieb Berlau im Sonntag.Nachdenklich wurde Brecht, als eine betagte Bäuerin erklärte, dass im Theater für alte Menschen kein Platz sei, der sei „nur für die Jungen“.
Author: Sabine Kebir
Published at: 2026-01-25 03:00:00
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