Brandanschläge waren das Vorspiel zum mörderischen Terror der RAF

Brandanschläge waren das Vorspiel zum mörderischen Terror der RAF


Die Brandstiftung im Kammergericht gehört in eine Serie von Anschlägen der linksextremen Szene im Herbst 1969 und Frühjahr 1970 in der Bundesrepublik, die unmittelbar vor der Bildung der ersten echten Terrorgruppe nach 1945, der Baader-Meinhof-Bande ab Mai 1970, stattfand. Der linke Extremismus begann zweimal in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts als Massenbewegung: Im Verlauf des Jahres 1918, in den letzten Monaten des Ersten Weltkrieges, wuchs er aus der breiten Arbeiterbewegung, der es im November gelang, die bisherigen Monarchien zu stürzen. Die wesentlichen waren das maximal antibürgerliche „Wohnprojekt“ mit dem verharmlosenden Namen „Kommune 1“, der Sozialistische Deutsche Studentenbund um Rudi Dutschke und die Hamburger linke Zeitschrift „Konkret“, die lange Zeit klandestin von der SED unterstützt worden war und deren Chefredakteurin, später Kolumnistin, Ulrike Meinhof hieß.

Author: Sven-Felix Kellerhoff


Published at: 2026-01-05 10:49:14

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