Berlins junge Juden: Nur nicht auffallen

Berlins junge Juden: Nur nicht auffallen


Auch wenn er einräumt, dass er in manchen Gesprächen vorsichtiger sei, von Israel oder der Lage im Nahen Osten zu sprechen, nennt Gorelik ein konkretes Beispiel dafür, dass er Präsenz zeigen will: Nach dem 7. Oktober habe er sich persönlich entschieden, seine Schaufäden (die religiöse jüdische Männer an den vier Ecken eines Kleidungstücks tragen) "offen zu tragen, ganz offen. "Der Schock der ersten Monate, als einige ihrer Häuser mit dem Davidstern markiert und sie in den Universitäten angegriffen wurden, als sie bei Uber nicht ihren wahren Namen nannten oder als Betreiber israelischer Restaurants mit Hassparolen überzogen wurden, dieser Schock ist nicht vergessen, aber abgeebbt", so von Treuenfeld zur DW. Nun steige zwar noch die Zahl der antisemitischen Übergriffe, die Reaktionen sieht die Autorin aber unterschiedlich: Viele Jüdinnen und Juden fühlten sich wieder "relativ sicher" und bewegten sich angstfrei in der Stadt.

Author: Christoph Strack


Published at: 2026-01-26 15:09:00

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