zen auf Englisch: „We cannot really enter the field of politics, we have to stay out of politics – we are the counterpart of politics“ (Wir können uns nicht wirklich aufs Feld der Politik begeben, wir müssen uns aus der Politik heraushalten, wir sind das Gegenstück zur Politik), aus denen ihm dann in den Tagen danach der Strick gedreht wurde.Arundhati Roy sagte ihr Kommen ab – dass Kunst nicht politisch sein solle, sei empörend –, weitere Stars wie Neil Patrick Harris verhedderten sich in der Beantwortung der Frage, wie politisch sie Kunst verstehen, und wurden dafür in den sozialen Medien beschämt. Das Schreiben prangert das Schweigen des Festivals gegenüber Gaza an und fordert, die Berlinale möge „ihrer moralischen Pflicht nachkommen und klar ihre Ablehnung von Israels Genozid [...] an den Palästinensern erklären“.Obwohl an die gegenwärtige Berlinale gerichtet, ist die vage Zielrichtung der Forderungen eher die deutsche Regierung, wenn nicht gar „Deutschland“ selbst, das, so wird im Brief ein Statement von Ai Weiwei zitiert, „dasselbe wie in den 30er Jahren mache“. Der französisch-senegalesische Regisseur Alain Gomis verleiht seinen Frauenfiguren in Dao etwas mehr Profil, lässt sie im Parallelschnitt zweier großer Familienfeiern, einer Hochzeit in Frankreich und einer Beerdigung in Guinea-Bissau, dann aber wieder untergehen im bunten Treiben der wechselnden Identitäten und Themen von Kolonialismus, Patriarchat und Mutterschaft.Eine Frau als Mann ist der Festivalhit Als Gegenentwurf dazu wirkt der in Singapur spielende We Are All Strangers von Anthony Chen, der eine Patchworkfamilie am unteren Rand des sozialen Spektrums durch diverse Schicksalsschläge begleitet.
Author: Barbara Schweizerhof
Published at: 2026-02-18 15:00:00
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