Berlin Tag & Macht: Doppelwumms war gestern - jetzt ist Doppelwortbruch

Berlin Tag & Macht: Doppelwumms war gestern - jetzt ist Doppelwortbruch


Egal, ob man die politischen Resultate der Trump-Administration für durchweg schlecht, herausragend gut oder irgendwas dazwischen hält: Die Abkehr von Fakten, eine Entkopplung von Volk und Elite, die strategische Vereinfachung komplexer Zusammenhänge, autoritäre Tendenzen, das offizielle Infragestellen von Institutionen und Wahlergebnissen, die schleichende Demontage der Demokratie, Angriffe auf Meinungsfreiheit und Presse, der Bruch mit politischen Normen, die Nutzung emotionaler Social-Media-Dynamiken zur Diffamierung von Gegnern und Verharmlosung unangenehmer Themen, übereifrig restriktive Konzepte zur Eindämmung von Migration und die daraus unweigerlich resultierende Spaltung der Gesellschaft kann für niemanden ernsthaft eine attraktive Perspektive darstellen. Bevor sich die prominenten Vertreter der (von der AfD) so genannten Altparteien dann an den Wahlabenden wieder fragen, warum so viele von der Politik enttäuschte Wähler das Heil unseres Landes ausgerechnet in rechtspopulistischen Pseudoideen zu finden glauben, sollte das Regierungsteam also endlich den lange erwarteten Ergebnisturbo zünden. Ausgerechnet die in der Schweiz lebende Galionsfigur der AfD, die für so ziemlich jedes Problem, das wir in Deutschland haben, direkt oder indirekt "Migranten" verantwortlich macht, lässt sich von bezahlten Internet-Claqueuren aus Afrika hochjubeln.

Author: Marie von den Benken


Published at: 2026-03-19 17:32:47

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