Berlin-Fotografien von David Lynch: Eine Wegbegleiterin erzählt, was den Regisseur an der Stadt faszinierte

Berlin-Fotografien von David Lynch: Eine Wegbegleiterin erzählt, was den Regisseur an der Stadt faszinierte


David Lynch, der amerikanische Kult-Regisseur, kam damals, im Jahr 1999, für einige Tage nach Berlin, um Aufnahmen für seine Serie „Factory Photographs“ zu machen, für die er vor allem verlassene Industriebauten fotografierte und die in der gerade eröffneten Ausstellung „David Lynch: On View“ in der Berliner Pace Gallery zu sehen sind. Lynch interessierte sich für die Architektur der Bauwerke, für ihren Verfall und das, was dieser freilegte, aber sicher auch für das Unheimliche, Gespensterhafte, die Heimsuchungen der Vergangenheit, die an diesen „Lost Places“ zu finden waren. Dazu gehört etwa die Zerlegung des Körpers in seine einzelnen Teile, ein Motiv, das sich durch Lynchs Kunst zieht: Das abgetrennte Ohr, das bei „Blue Velvet“ im Gras liegt, findet in der Malerei und Fotografie seine Entsprechung in einzelnen Gliedmaßen, körperlosen Köpfen und Fragmenten nackter Körperstellen.

Author: Jana Weiss


Published at: 2026-01-31 13:14:23

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