Der klapperdürre Blixa Bargeld, der ernste Nick Cave, Die tödliche Doris, der junge Jörg Buttgereit, Die Ärzte, Die Toten Hosen, Nena, Westbam — ja, die alle tauchen auf und machen B-Movie zu einer der lustigsten und prall gefülltesten Musik- und Kunstdokumentation aller Zeiten. Die Unmengen an Material, die B-Movie verarbeitet, wurden übrigens in Kleinstarbeit von Jörg A. Hoppe, Klaus Maeck und Heiko Lange zusammengetragen und daraus eine sehr herzliche und Gott sei Dank niemals wehleidige Liebeserklärung an die alten Zeiten und die alten Wegbegleiter gemacht. Im Hintergrund und manchmal auch direkt im Narrativ erzählt der Film ebenfalls viel von der politischen Lage, dem Kalten Krieg und dem Wandel Berlins im architektonischen Sinne von einem zerstörten Ort hin zu einem Mekka der Alternativkultur — und bis in die Gegenwart gedacht ist es noch unerträglicher und schmerzhafter, wenn man weiß, wie das gentrifizierte und hochpolierte West-Berlin, vor allem Kreuzberg, heute aussieht.
Author: kinoadmin
Published at: 2026-02-04 11:47:47
Still want to read the full version? Full article