AfD-Wähler in Ostdeutschland: In der Opferrolle eingerichtet

AfD-Wähler in Ostdeutschland: In der Opferrolle eingerichtet


Ostdeutschland verabschiede sich von der Demokratie, schreibt Jana Hensel, aber sie fängt das noch auf der gleichen Seite zumindest etwas wieder ein: „Ein immer größer werdender Teil der Ostdeutschen will diese Demokratie nicht mehr.“ Das bestätigt der neueste „Deutschlandmonitor“, in dem zwar 98 Prozent der Deutschen (in West und Ost!) Stattdessen fallen in der auch 36 Jahre nach der Einheit westdeutsch geprägten öffentlichen Meinung die Reaktionen auf das Buch meist wie gehabt aus: Der Osten habe eben eine autoritäre Prägung, vor der man im Westen doch gefeit sei. Hensel beschreibt dies korrekt auch als Protest gegen tatsächliche und gefühlte Bevormundung des Ostens, angefangen von der Nichtanerkennung von Berufsabschlüssen über die allgegenwärtige Dominanz Westdeutscher in Regierungen und Institutionen bis hin zu einer weitgehenden Ignoranz ostdeutscher Belange in gesamtdeutschen Medien, die meist nur, und dann auch noch stereotypenhaft, hinschauen, wenn im Osten etwas westdeutschen Normen und Erwartungen zuwiderläuft.

Author: Stefan Locke


Published at: 2026-03-11 21:05:19

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